
Diese Schilder sind ungewollte Begleiter unserer gesamten Tour © Peter Geilhof
Pau–Porto
Bericht einer Radreise von Pau in Frankreich zum portugiesischen Porto über 1 150 Kilometer an 15 Tagen.
Pau – Puerto de Somport – Pamplona – Bilbao – Oviedo – Leon – Chaves – Vila Real – Porto
26. Mai bis 14. Juni 2025
Erfahren von Peter und Volker
Vorgeplänkel
Peter bringt schon früh eine Balkan-Tour ins Spiel. Er ist motiviert von Berichten über eine „Trans Dinarica“. Diese führt anspruchsvoll über insgesamt 5000 Kilometer durch mehrere Länder des inneren Balkans. Genauer betrachtet ist diese Tour – oder Ausschnitte daraus – eher für MTB geeignet. Volker kann sich auch nicht so richtig damit anfreunden, weil sich ihm die politische Situation nicht eindeutig sicher darstellt. Vielleicht ein anderes Mal mit entsprechender Vorbereitung.
Anfang des Jahres favorisieren wir eine andere Idee, die bereits im Groben geboren wurde, als wir
unsere Pyrenäen-Tour 2021 beendet hatten. Da wir damals nicht von Gavernie auf die spanische
Seite abfahren konnten, war damit auch die Querung des westlich gelegenen Passes mit der legendären Lostplace-Bahnstation Canfranc ausgefallen.
Warum also nicht mit der diesjährigen Tour dort anfangen, wo wir 2021 aufgehört haben. Dann Richtung Süden und nach einem Eingewöhnungstag den „fehlenden“ Pyrenäenpass angehen. Im weiteren Verlauf könnte es durch Spanien nach Portugal gehen. Beflügelt wird im Januar diese Idee durch eine Nachricht von Eurowings, die ab dieser Saison eine Direktverbindung Porto-Köln anbietet.
Unser Anspruch, möglichst auf Flüge zu verzichten (auch wegen möglicher Schäden am Rad), gilt natürlich weiterhin. Dass die Bahnfahrt mit Fahrrädern nach Südfrankreich eine gut machbare Sache ist, haben wir ja bereits zweimal erlebt. Für den Rückweg von unserem Zielort Porto wählen wir dann aber doch die bequemere Variante, und so sind bereits im Februar die Flüge gebucht.
Beim Abgleich des von Peters erstellten ersten Entwurfs einer Strecke mit der Haupttrasse des Pilgerwegs nach Santiago de Compostela stellt Volker fest, dass der von Naviki vorgeschlagene Track über Hunderte von Kilometern exakt auf diesem Pilgerweg verläuft. Das wollen wir uns natürlich nicht antun, auch schon wegen der Konkurrenz bei der Unterkunftssuche.
Also erstellen wir eine Variante, die an der Nordküste von Spanien verläuft und dort als Highlights
Städte wie Bilbao und die Querung des Kantabrischen Gebirges warten. Die gesamte Strecke ist jedoch so lang, dass wir diese in den geplanten drei Wochen (20 Tage) nur schaffen, wenn wir einzelne Passagen mit der Bahn machen. Das nehmen wir gerne in Kauf, da sich dadurch automatisch ein Ruhetag ergeben kann.
Peter kümmert sich wie bewährt und hartnäckig um die Zugtickets. Die für Frankreich können erst
zwei Monate vorher gebucht werden.
Volker bucht die ersten zwei Übernachtungen für den französischen Teil der Tour sowie eine dem
Flughafen von Porto nahe gelegene Unterkunft. Idealerweise privat geführt, um einen persönlichen Kontakt herstellen zu können. Schließlich wollen wir dorthin per DHL-Paket unsere Radtaschen schicken. Nach einem kurzen Schriftwechsel ist Jose bereit, das Paket anzunehmen und für uns bis zum Ende der Reise zu verwahren.
Im weiteren Vorlauf unserer Reise hat Peter durch seine bevorstehende Boden- und Küchensanie-
rung wenig Gelegenheit, (wie üblich) einzelne Tagesetappen herauszuarbeiten. Aber wir kommen
überein, dass wir hier flexibel für jeden Tag entscheiden können, da es reichlich Unterkünfte entlang des Tracks gibt.
Also mal ganz entspannt losfahren.
So beginnt der Reisebericht von Pau nach Porto. Der gesamte Bericht steht als PDF-Datei zum Download bereit.