Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Aachen/Düren e. V.

Lütticher Straße auf Höhe der Klemensstraße © ADFC Aachen/Düren e.V.

Lütticher Straße: ADFC fordert vergleichbare Planungsgrundlagen

Noch ist keine Entscheidung über die zukünftige Gestaltung der Lütticher Straße gefallen. Der ADFC fordert daher aussagekräftige Lagepläne für alle relevanten Varianten.

Am Donnerstag berät der Mobilitätsausschuss über das weitere Vorgehen beim zweiten Bauabschnitt der Lütticher Straße zwischen Limburger Straße und Amsterdamer Ring.

In der öffentlichen Diskussion ist zuletzt der Eindruck entstanden, es gehe bereits um die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Umgestaltungsvariante. Tatsächlich befindet sich die Planung weiterhin in einem vergleichsweise frühen Stadium.

Was liegt bislang vor?

Für die diskutierten Varianten liegen bislang vor allem Querschnitte vor. Diese zeigen die grundsätzliche Aufteilung des Straßenraums, erlauben jedoch keine detaillierte Bewertung der konkreten Situation vor Ort.

Lagepläne, die beispielsweise die Anordnung von Radverkehrsanlagen, Querungsstellen, Haltestellen, Parkständen oder den Umgang mit dem vorhandenen Baumbestand nachvollziehbar darstellen, liegen bislang nicht vor.

 

Was kritisiert der ADFC?

Die sogenannte Prüfvariante wurde im Variantenvergleich nicht weiter betrachtet.

Aus Sicht des ADFC sollte eine solche Entscheidung jedoch auf vergleichbaren Planungsgrundlagen beruhen. Solange die Auswirkungen der verschiedenen Ansätze nicht räumlich dargestellt und nachvollziehbar bewertet werden können, ist eine fundierte fachliche und politische Abwägung nur eingeschränkt möglich.

Was fordert der ADFC?

Der ADFC fordert nicht die Umsetzung einer bestimmten Variante. Dafür ist es noch zu früh.

Wir setzen uns vielmehr dafür ein, dass für alle relevanten Varianten vergleichbare Planungsgrundlagen geschaffen werden. Dazu gehören insbesondere aussagekräftige Lagepläne, die eine Bewertung der Auswirkungen auf Radverkehr, Baumbestand, Aufenthaltsqualität, Verkehrsführung und Kosten ermöglichen.

Nur auf dieser Grundlage können Politik und Öffentlichkeit bei Fertigstellung der Planungen die jeweiligen Vor- und Nachteile sachgerecht bewerten.

Anforderungen an die weitere Planung

Unabhängig von der später gewählten Variante müssen aus Sicht des ADFC insbesondere folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • sichere und durchgängige Radverkehrsanlagen,
  • ausreichende Breiten entsprechend aktueller Standards,
  • konfliktarme Querungsstellen,
  • sichere Lösungen im Bereich von Haltestellen,
  • eine verständliche und nachvollziehbare Verkehrsführung.

Darüber hinaus regt der ADFC an, die Verkehrsführung im Bereich der Limburger Straße vertieft zu betrachten und mögliche Alternativen zu prüfen.

 

Die Rolle des ADFC

Als Interessenverband des Radverkehrs bewertet der ADFC Planungen insbesondere hinsichtlich Sicherheit, Komfort und Attraktivität des Radverkehrs. Selbstverständlich spielen bei der Gestaltung des öffentlichen Raums auch weitere Belange wie Stadtgrün, Fußverkehr, Aufenthaltsqualität, Parken, Kosten und Verkehrssicherheit eine wichtige Rolle. Diese müssen im politischen Entscheidungsprozess gegeneinander abgewogen werden. Der ADFC bringt in diese Abwägung die Perspektive des Radverkehrs ein.

Stellungnahme zum Download

Die vollständige Stellungnahme des ADFC Aachen/Düren e.V. zur Vorlage FB 68/0072/WP19 „B 264 Lütticher Straße – 2. Bauabschnitt zwischen Limburger Straße und Amsterdamer Ring“ steht in der blauen Medienbox zum Download bereit.

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