Kante auf dem neuen roten Radfahrstreifen Turmstraße beim Verschenk in die Nebenanlage

Kante auf dem neuen Radfahrstreifen Turmstraße beim Verschwenk in die Nebenanlage © Ben Jansen | ADFC Aachen/Düren

Kante an der Turmstraße: Sofortiges Handeln erforderlich

An der Turmstraße wurde im Abschnitt zwischen Professor-Pirlet-Straße und Maastrichter Straße das erste Teilstück markiert. Kurz vor der Maastrichter Straße gibt es nun zwei harte Kanten.

Nachdem der Mobilitätsausschuss im letzten Sommer das Gesamtpaket Turmstraße zwischen Pontwall und der Maastrichter Straße beschlossen hat und dabei nicht auf unsere Forderungen (siehe: Radinfrastruktur an der Turmstraße: Verkehrsverbände fordern bessere Umsetzung) eingegangen ist, wurde nun im März die Fahrbahn im ersten Abschnitt zwischen Professor-Pirlet-Straße und Maastrichter Straße markiert. Am Ende kurz vor der Maastrichter Straße wird der Radverkehr auf die Nebenanlagen bzw. der Fläche von ehemalig acht Parkständen geführt. Hier sind zwei Kanten, jeweils eine am Beginn und am Ende, entstanden.

Der ADFC hat den (aktuell noch) zuständigen Fachbereich 61 bereits am 16. März dazu aufgefordert diese Situation zu entschärfen und folglich die Kanten weiter abzuflachen, um das Unfallrisiko zu minimieren. Bislang haben wir dazu von Seiten der Verwaltung noch keine Antwort erhalten.

ADFC-Vorsitzender und Referent Radverkehrsplanung Ben Jansen dazu: "Eine solche Kante mag durchaus auf den ersten Blick für einige Radfahrende gut funktionieren, jedoch kann sie besonders für Lastendrei- oder Spezialräder eine große Unfallgefahr bedeuten." Er fordert, dass diese Kante zeitnah entschärft wird, bevor es zu Unfällen kommt. Zudem fordert der ADFC an der Nebenanlage einen baulichen Schutz, um die Radverkehrsanlage vor Falschparkern zu schützen.

Sicherheit in Gefahr, Sofortmaßnahme erforderlich

Angesichts der potenziellen Unfallgefahr ist die Straßenverkehrsbehörde aus Sicht des ADFC zum unverzüglichen Handeln aufgefordert, um die Gefahr zu beseitigen. Radverkehrsanlagen sollten aus Sicht des ADFC möglichst sicher, angenehm und ohne Erschütterungen befahrbar sein. Ansonsten wird sowohl der Fahrkomfort eingeschränkt als auch die Sicherheit gefährdet.

Nachtrag: Nach Veröffentlichung des am 25. März erschienen Artikels in der Aachener Zeitung [+] mit unserer Position möchten wir als ADFC ergänzend noch unsere Unterstützung für einen niveaugleichen Ausbau ausdrücken, welcher natürlich deutlich besser als ein weiteres Abflachen der Kanten wäre.

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Kante auf dem neuen roten Radfahrstreifen Turmstraße beim Verschenk in die Nebenanlage

Turmstraße

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https://aachen.adfc.de/artikel/kante-an-der-turmstrasse

Häufige Fragen und Antworten

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein verkehrssicheres Fahrrad auszustatten ist, legt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) fest. Sie schreibt u. a. zwei voneinander unabhängige Bremsen vor, damit ein Fahrrad sicher zum Stehen kommt. Ebenso vorgeschrieben ist eine helltönende Klingel. Auch zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale mit je zwei nach vorne und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern sind Pflicht.

    Am wichtigsten für die Verkehrssicherheit ist neben den Bremsen die Beleuchtung. Ein rotes Rücklicht und ein weißer Frontscheinwerfer sind vorgeschrieben. Die Beleuchtung kann batteriebetrieben sein und muss tagsüber nicht mitgeführt werden. Sie muss aber dann einsatzbereit sein, wenn die Sichtverhältnisse Licht erforderlich machen. Für den Straßenverkehr zugelassen ist Beleuchtung nur mit dem Prüfzeichen des Kraftfahrtbundesamts (eine Wellenlinie, Großbuchstabe K und fünfstellige Zahl). Damit Radfahrende auch seitlich gesehen werden, sind Reflektoren in den Speichen oder Reflexstreifen an Reifen oder Felge vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO vorgeschrieben sind. Ausführlichere Informationen finden Sie hier.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmenden. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrer*in im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmenden zu rechnen.

    Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, indem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer*innen nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.

    Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmenden gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrende auf Straßen und Radwegen unterwegs. Weitere Tipps, wie Sie zu Ihrer und der Sicherheit anderer beitragen, finden Sie hier.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Schutzstreifen und Radfahrstreifen? Und was ist ein Radweg?

    Die Infrastruktur für das Fahrrad ist nicht einheitlich und selten uneingeschränkt gut nutzbar. Radfahrstreifen und Schutzstreifen verlaufen beide auf der Fahrbahn und damit im direkten Blickfeld von Autofahrenden. Schutzstreifen haben eine gestrichelte Markierung und dürfen daher bei Bedarf mit dem Auto befahren werden, vor allem, um Gegenverkehr auszuweichen und nur, wenn der Radverkehr nicht gefährdet wird. Radfahrstreifen hingegen sind mit einer Linie durchgängig auf der Fahrbahn markiert und dürfen von Autofahrenden nicht befahren werden. Der ADFC macht sich für geschützte Radfahrstreifen stark, bei denen Poller, Kübel und markierte Schutzzonen Radfahrende vor dem Autoverkehr, achtlos aufgerissenen Autotüren und unerlaubtem Parken schützen.

    Ein Radweg ist durch ein blaues Radwegschild gekennzeichnet und muss in dem Fall von den Radfahrenden genutzt werden. Eine Benutzungspflicht darf aber nur angeordnet werden, wenn es die Verkehrssicherheit erforderlich macht. Behindern Blätter, Schnee oder andere Hindernisse Radfahrende auf Radwegen, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen. Mehr zur Infrastruktur für den Radverkehr erfahren Sie hier.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn die Fahrenden in die Pedale treten. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes. Mehr Informationen bekommen Sie hier.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können. Mehr Informationen zu den Bewertungskriterien unserer Radtouren erhalten Sie im Menüpunkt Auf Tour.

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